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Meine Gedanken zum Weltyogatag




Was einst als Technik zur Arbeit am Energiekörper oder zur Vorbereitung auf die Meditation oder ganz einfach gesagt, zur Gesunderhaltung des Menschen hauptsächlich in der Anfangszeit von Männern praktiziert wurde, hat glücklicherweise in den letzten 30 Jahren immer mehr Fans gewonnen. Zuerst von wenigen unterrichtet , hat dann mit der Zeit auch mittlerweile jeder Sportverein einen Yogakurs. Ob ich das nun gut finde oder nicht- dazu werde ich mich später noch äußern.

Doch Yoga ist viel mehr als nur Körperübungen- es steht auch eine Lebensphilosophie dahinter, die in unserer heutigen Konsumgesellschaft leider gerne manchmal verdrängt wird.

Bei mir entsteht häufig der Eindruck, Yoga sei eine perfekte Gelddruckmaschine.

Natürlich lieben wir alle schöne Dinge! Gehen perfekt gestylt zur noch gestylteren Yogalehrerin, auf unsere ökologisch korrekte , hübsch bunte Matte, behängen uns mit Malas weil sie sowas

Esotherisches ausstrahlen obwohl wir überhaupt nicht wissen, welche Bedeutung sie haben.

Schnüffeln Räucherstäbchen, ziehen Engelkärtchen und versuchen so, irgend eine Sehnsucht zu stillen.

Okay, das war jetzt böse!

Ehrlich, mit Yoga wird sehr viel Geld verdient und das zum Teil, weil mit Sehnsüchten gearbeitet wird. Und wir lassen uns doch alle gerne verführen!

Die Schattenseite des Yogabusiness ist leider, dass Yogalehrerinnen in diesem Spiel gerne mal die Looser sind.

Frag Dich doch mal ganz ehrlich, was Du bereit bist, für eine Yogastunde zu bezahlen?!

Wenn eine Yogalehrerin für 90 Minuten Unterricht 15€ kassiert, dann ist das nicht viel.

Wieviele Stunden muss sie arbeiten, um davon leben zu können?

Und von den 15€ darf sie auch noch 19% Mwst bezahlen, ihren Anfahrtsweg, die Vorbereitungszeit, Versicherungen und Raummiete.

Und? Was verdienst Du so in der Stunde?

Zum Glück steht für die meisten von uns nicht das Geld im Vordergrund, sondern eine sehr erfüllende Arbeit. Und wer sich mit der Yogaphilosophie beschäftigt, weiß auch, dass es wichtig ist, den Menschen etwas zu geben. Das nicht nur die Asanas eine gute Stunde ausmachen, sondern auch der Rückzug der Sinne, der Blick nach Innen. Jeden so anzunehmen, wie er ist und nicht den Drillinstructor zu spielen. Das funktioniert beim Yoga nicht, denn wir sind alle individuell.

Ahimsa / Gewaltlosigkeit gehört zu den Tugenden, die unbedingt zu Yoga gehören. Ich muss dafür nicht Vegetarier werden, sondern einfach mal bei mir selbst anfangen. Sei gut zu Dir und Deinem Körper und mute ihm nicht mehr zu, als er leisten kann.

Auch wieder etwas, was mich an der Darstellung von Yoga( gerade in den sozialen Medien) stört.

Yoga bedeutet nicht, seinen Körper zu verbiegen- es darf auch leicht sein.

Und Yoga ist nicht nur für schlanke, muskulöse Menschen gedacht. Durch diese Darstellungen werden " normale" Menschen oft daran gehindert, Yoga einfach mal auszuprobieren. Wie schade!


Mein Wunsch und meine Überzeugung ist es, jedem Menschen Zugang zum Yoga zu ermöglichen.

Und da sind wir wieder bei den Sportvereinen. Ich glaube, ich muss nicht mehr viel dazu schreiben, wenn Du bis hierhin aufmerksam gelesen hast.

Will es jetzt aber auch nicht schlecht reden , denn so haben viele Menschen die Möglichkeit Yoga mal auszuprobieren.

Abschließend wünsche ich mir für die Zukunft ,das auch gerade die Yogalehrerinnen ihre Chancen erkennen und auch mal neue Möglichkeiten nutzen,um ein vielleicht entspannteres Leben zu führen. Ich finde es unheimlich bereichernd, dass sich im Onlinebereich ein neuer Markt gebildet hat. Somit hat man die Chance, ein größeres Publikum anzusprechen, was wiederum bessere Verdienstmöglichkeiten bietet.

Und obwohl ich hier überwiegend negativ geschrieben habe ,ist und bleibt Yoga für mich eine unverzichtbare Praxis , die mich mental stärkt , mich gesund erhält und die ich mit Freude an andere Menschen weitergebe. Yoga fasziniert die Menschen, verändert sie und es verbindet sie .

Und das ist ein wichtiger Aspekt im Yoga- die Verbindung!

Verbinde Dich mit anderen Leuten, verbinde Dich wieder mit der Natur und ganz wichtig: stell wieder eine gute Verbindung zu Dir selbst her! Missachte nicht Deinen Körper,atme wieder bewusster und achte Deine Grenzen!


Der Weltyogatag liegt nun schon etwas zurück - und ganz ehrlich, wenn ich nicht in den sozialen Medien zufällig davon gelesen hätte, währe er mir auch egal gewesen ! Schließlich gibt es auch den Tag der Jogginghose ( u.v.m.)......

Es zeigt aber auch wiederum, das Yoga in unserer Gesellschaft einen Platz eingenommen hat und ganz viele Menschen begeistert.

Und was ist Yoga für Dich ?

Schreib mir gerne, was Dich an Yoga begeistert, wie Du zu Yoga gefunden hast oder einfach, wie Dir mein Beitrag gefallen hat.

Und jetzt dreimal OM und bis bald!

Deine Andrea

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